2G-Netzabschaltung in Europa
Alle News

Die Abschaltung hat bereits begonnen

Die Schweiz hat ihre 2G-Abschaltung Anfang 2023 abgeschlossen. Frankreich folgt bis Ende 2026. Deutschland, Österreich und die Niederlande planen den Ausstieg bis 2027–2030. Wenn Ihre Flotte auf 2G-verbundene Telematikgeräte angewiesen ist, läuft die Uhr.

Jedes Gerät, das noch auf 2G läuft, verliert seine Konnektivität, sobald der Netzbetreiber abschaltet – und erzeugt damit Informationslücken bei der Live-Ortung, bei Tachograph-Downloads und im Alarmmanagement. Die Risiken sind operativ, nicht theoretisch.

Abschalttermine nach Ländern

Österreich

  • A1 Telekom: 31. Mai 2028
  • Magenta Telekom: frühestens 2030
  • Drei: Noch keine Ankündigung

Deutschland

  • Deutsche Telekom: 30. Juni 2028
  • Vodafone: Schrittweiser Ausstieg bis Ende 2030
  • O2 Telefónica: Kein Datum angekündigt; 2G vorerst weiterhin verfügbar

Weitere europäische Märkte

  • Schweiz: Bereits abgeschaltet (Anfang 2023)
  • Frankreich: Ende 2026
  • Norwegen: Ab 2026
  • Schweden: Ende 2027
  • Niederlande: Ende 2027
  • Belgien: Ende 2030
  • Slowakei: Ende 2030
  • Vereinigtes Königreich: Ende 2033
  • Italien: Derzeit keine Abschaltung geplant

Was das für Ihre Flotte bedeutet

Telematik-Hardware auf 2G-Basis erfasst Live-Daten von Fahrzeugen und Maschinen. In dem Moment, in dem der Netzbetreiber abschaltet, stoppt der Datenfluss. Keine Live-Positionen. Keine automatisierten Tachograph-Downloads. Keine Geofence-Alarme. Die Commander-Dashboards werden für jedes betroffene Gerät dunkel.

Das Migrationsfenster wirkt heute noch komfortabel. In der Praxis benötigen große Flotten 12 bis 18 Monate, um Hardware im großen Maßstab zu prüfen, zu beschaffen und auszutauschen. Beginnen Sie die Bestandsaufnahme jetzt – bevor die Fristen einen überstürzten und kostspieligen Wechsel erzwingen.

Drei Schritte zu einer reibungslosen Migration

  1. Inventarisieren Sie Ihre 2G-Geräte. Dokumentieren Sie jedes Modul, das Fahrzeug oder die Maschine, in dem es verbaut ist, und das Mobilfunknetz, auf dem es betrieben wird. Das ist die Voraussetzung für alles Weitere.
  2. Evaluieren Sie Ihre 4G-Optionen. Vergleichen Sie Ersatzhardware Ihres Telematikanbieters. Prüfen Sie gegebenenfalls OEM-Schnittstellen – Hersteller-APIs können Daten direkt in Commander einspeisen, ohne physisches Gerät und ohne Installationsaufwand.
  3. Planen Sie einen stufenweisen Austausch. Priorisieren Sie Fahrzeuge, die in Ländern mit früheren Abschaltterminen eingesetzt werden. Terminieren Sie Hardware-Tausche im Rahmen regulärer Servicetermine, um eigens geplante Werkstattausfallzeiten zu vermeiden.

4G: kein gleichwertiger Ersatz, sondern ein Upgrade

Der Wechsel zu 4G ist kein reiner Eins-zu-eins-Tausch. Module der vierten Generation bieten höhere Datenübertragungsraten, bessere Abdeckung in ländlichen und unterirdischen Umgebungen sowie deutlich verbesserte Robustheit – entscheidend für Logistik- und Bauanwendungen, die Datenkontinuität in Echtzeit erfordern. Hardware der neuen Generation unterstützt außerdem das Auslesen von Beacons für die proximitybasierte Asset-Erkennung.

Bei Flotten, die über OEM-APIs angebunden sind, ist die Netzgeneration irrelevant – Herstellerdaten fließen unabhängig von physischer Hardware in Commander. Das lohnt sich zu prüfen für jedes moderne Fahrzeug, das bereits ab Werk Telemetriedaten überträgt.

Wissen Sie, welche Geräte in Ihrer Flotte betroffen sind?

Buchen Sie eine 30-minütige Beratung und wir helfen Ihnen, Ihre aktuelle Hardware zu prüfen, 2G-abhängige Geräte zu identifizieren und einen Migrationsplan zu erstellen, der zu Ihrem Zeitplan und Budget passt.

DSGVO-konform
Daten in Österreich
Private Cloud, conova, Salzburg